Lizenz zum Landraub
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- Kategorie: Finanz & Wirtschaft
- Veröffentlicht am Sonntag, 29 Juli 2012 14:09
- Geschrieben von Micha
TP | Mit den Olympischen Spielen kommen die Bulldozer. Auf der Strecke bleiben die Schwachen - und das sind auch in London vor allem Sinti und Roma
Wo immer Olympia Station macht, kommt es zu Zwangsräumungen, Vertreibungen, "Säuberungen". Über zwei Millionen Menschen seien seit 1988 aus ihren Wohnungen vertrieben worden, um Platz für das Olympiaspektakel zu schaffen, rechnete eine Studie ("Fair Play for Housing Rights: Mega-Events, Olympic Games and Housing Rights") des in Genf ansässigen "Centre of Housing Rights and Evictions" (COHRE 2007 vor. Dabei stand damals, nach 1,25 Millionen Vertriebenen, einer weiteren Viertelmillion die Ausweisung für "Peking 2008" erst noch bevor. In jeder untersuchten Austragungsstadt waren die Olympischen Spiele für einige Bevölkerungsgruppen mit Verarmung und Vertreibung einhergegangen, was auch GamesMonitor behandelt. Olympia, so brachte es der Guardian auf den Punkt ist zu einer "Lizenz zum Landraub" geworden - nicht nur in Diktaturen wie China oder (bis 1988) Südkorea.
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