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Kategorie: Finanz & Wirtschaft
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Veröffentlicht am Montag, 08 Oktober 2012 19:39
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Geschrieben von fab
infosperber.ch | Stellen wir uns vor: Herr Samuel Säckelmeister (Name erfunden) hat viel Geld. Ob geerbt, ergaunert, im Casino gewonnen, mit Fleiss erarbeitet oder mit einer cleveren Erfindung zusammengetrommelt, spielt hier keine Rolle. Was soll er nun mit dem vielen Geld tun? Sein Nachbar ist Schreiner und sollte eine neue Motorsäge haben, hat aber bar zu wenig Geld dafür. Samuel Säckelmeister gibt ihm das nötige Geld, verlangt aber dafür – verständlicherweise, vor allem auch wegen des Risikos, das Geld nie wieder zurückzuerhalten – einen Zins. Sagen wir 5 Prozent. Damit hat Samuel Säckelmeister den ersten Schritt zur Bank gemacht. Und je mehr Geld er verdient – jetzt auch durch die kassierten Zinsen –, umso mehr Geld kann er ausleihen – und wieder Geld verdienen. Inzwischen hat er die Regierung gefragt, ob er sich Bank nennen darf, und dafür die Bewilligung erhalten. Jetzt kann der – inzwischen ebenfalls erfolgreiche – Schreiner sein mit der Motorsäge erwirtschaftetes Bargeld der Bank auf ein Konto legen. Er erhält dafür 2 Prozent Zins. Und die Bank kann es wieder an andere Handwerker ausleihen und dafür 5 Prozent Zins kassieren. Von der Zinsdifferenz leben dann die Bank-Manager und -Angestellten, die alles abwickeln und verbuchen müssen.
So stellt sich Heiri Müller vor, wie eine Bank entstanden ist und wie sie funktioniert. Nur: Das war vielleicht einmal so. Heute ist das alles kalter Kaffee. Heute leihen die Banken im grossen Stil Geld aus, das sie gar nicht haben!
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