We Are Change Switzerland - Rive-Reine Meeting 2012: Das Bilderbergtreffen der Schweiz - Erlebnisbericht

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Rive-Reine Meeting 2012: Das Bilderbergtreffen der Schweiz - Erlebnisbericht

Die Sonne schien uns ins Gesicht, als der InterCity Zug aus dem Tunnel fuhr und uns eine perfekte Sicht auf den schönen Genfersee präsentierte. Kurz umsteigen in Lausanne und schon erreichten wir unsere Endstation, Vevey. Das schöne Wetter wurde überschattet von der herrschenden Eiseskälte und einem ganz bestimmten, jährlichen, „Geheimtreffen“. Die Rive-Reine-Konferenz, welche von Nestlé, dem grössten Lebensmittelkonzern der Welt seit nun über drei Jahrzehnte jährlich organisiert wird. Das Datum der Tagung war bis wenige Tage vor der Konferenz geheim. Man konnte nur vermuten. Erst am Samstag bestätigte Nestlé das Datum. Montag, 16. Januar 2012. Wie schon die Jahre zuvor, fand die Tagung am dritten Montag im Jahr wieder in Vevey statt.

Schon als wir gegen 16 Uhr am Bahnhof von Vevey ankamen, entdeckten wir einen Car von der Firma Remy, einem Carunternehmen, welches die Rive Reine Teilnehmer bereits letztes Jahr zur Tagung fuhr. Als wir uns dem Car näherten, stiessen wir geradewegs auf die ersten Teilnehmer.

Gut zu erkennen waren, Hans-Jörg Walter (Nationalratspräsident und Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes), Rolf Schweiger (Ex-Ständerat und Rive Reine-Teilnehmer), Urs Schwaller (Nationalrat), Markus Spillmann (NZZ-Journalist und Bilderberg-Teilnehmer), Gerold Bührer (economiesuisse) und noch einige andere, welche wir nicht erkannten. Hier die Fotos:

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Hier ein Aufruf an alle Leser, helft mit bei Identifizieren der Personen, so dass wir schnellstmöglich eine Teilnehmerliste zusammenstellen können.

Da anscheinend einige Teilnehmer mit dem Zug anreisten, blieb jemand am Bahnhof um uns via Walkie-Talkie über neue Gäste zu warnen. Ausgestattet mit Funkgeräten machten sich wir uns auf zum Hauptgebäude von Nestlé. Nach fünfminütiger Busfahrt waren wir beim Hauptsitz des grössten Nahrungsmittelkonzerns der Welt angekommen.

Unter anderem stiessen wir auch auf einen einzelnen Foto-Journalist von Keystone. Zusammen mit ein paar Fotografen von We are Change warteten wir auf die nächsten "Gäste" die bei Nestlé ankommen sollten. Es dauerte nicht lange da lief uns Toni Brunner (Chef-SVP, Nationalrat) vor die Lupe. Er war ganz alleine in einem RemyCar zum Hauptsitz transportiert worden. In regelmässigen Abständen fuhren die Remy Care vor und liessen immer wieder einige Personen aussteigen. Zum Glück für uns konnten wir die meisten indentifizieren. Dies waren unter anderen: André Blattmann (Chef der Armee), Fulvio Pelli (Chef-FDP, Nationalrat), Magdalena Marullo-Blocher (Tochter von Christoph Blocher und CEO von EMS Chemie) und Caspar Baader (SVP, Nationalrat).

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Um 18:00 verschoben wir zum drei Kilometer entfernten Rive Reine Gebäude, bei dem wir gegen 19:00 die Gäste erwarteten. So war es auch, kurz vor 19:00 trafen die ersten Limousinen ein mit den ersten Teilnehmern, danach kam der Car der Firma Remy der die „Masse“ brachte. Einige Occuppy-Aktivisten blockierten dem Car die Einfahrt zum Ausbildungszentrum. Die private Securitas hatte auf dem schmalen Trottoir, das die Strasse vom Grundstück trennt, keine Befungnis, die Aktivisten wegzudrängen. So entstand ein langer Stau mit Hupkonzert, was die Carinsassen beunruhigte. Nach einigen Minuten erschien die Polizei. Zuerst mit einem Zivilen Fahrzeug, kurz darauf mit mehreren Streifenwagen. Die Polizei zerrte die Demonstranten teils gewaltsam vom Car weg. Ein Ordnungshüter fuchtelte dabei bedrohlich mit einer „Familienpackung“ Pfefferspray, welche er jedoch nicht einsetzte. Der Car fuhr durch und entlud sich seiner Last. Dank guten Positionen konnten wir viele der Teilnehmer auf Video oder Foto festhalten.

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Hier einige Aktivisten beim Blockieren des Cars, im Vordergrund Limousinen, welche die Blockade umfahren.

Gegen 19:30 war wieder Ruhe eingekehrt. Die Teilnehmer hatten in Windeseile eingecheckt und waren im Untergeschoss des Rive Reine Gebäudes samt Koffern verschwunden. Die Polizei nahm die Personalien einiger Aktivisten auf und verblieb auf dem Grundstück. Für uns blieb nur der Rückzug in ein warmes Restaurant und anschliessender langer Heimfahrt.

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