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   Wer die Wahrheit nicht weiss, ist ein Dummkopf. Aber wer sie weiss und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher. - Berthold Brecht

Politik International

Bedrückendes Zeitzeugnis: “Ich war Gefängniswärter im Irak!”

uhupardo.wordpress.com  |  Mitte März wurde ein Video veröffentlicht, das zeigte, wie spanische Soldaten zwei iranische Gefangene in der Basis von Diwaniya mit Fusstritten traktierten. Die Erzählung des Soldaten Carlos (fiktiver Name eines jungen Spaniers, der von August bis Dezember 2003 im Irak stationiert war) sagt nicht direkt etwas aus über dieses Geschehnis, erklärt aber den psychologischen Hintergrund: eine Mischung aus Anspannung, schlechter Vorbereitung, falsch verstandener Kamaraderie und dem Gefühl eigener Hilflosigkeit. Sein Bericht ist ein bedrückendes Zeitzeugnis.

Ich kam Ende 2001 zur Armee, noch unter dem fürchterlichen Eindruck der Geschehnisse des 11. September. Ich war gerade 20 geworden und hatte keinen Zweifel darüber, dass die Muslime unsere Feinde waren und der Westen der Hort der Zivilisation und der Kultur. Als man mich fragte, zu welcher Einheit ich wollte, bat ich darum, in erster Frontlinie zu sein, falls es zum Konflikt kommen sollte. Ich kam dann zur schnellen Eingreiftruppe FAR. Das wurde als Elite-Einheit angesehen, die psychischen und physischen Anforderungen waren sehr hoch, die Disziplin eisern.

Nach einigen Monaten war ich voll integriert. Die Armee füllte mein ganzes Bewusstsein aus und auch die Gespräche mit den Kollegen drehten sich immer um den Militärdienst. Nicht alle gliederten sich gut ein. Einer machte sich ab dem ersten Tag unbeliebt. Er war sehr undiszipliniert, und immer wenn er einen Befehl nicht genau befolgte, wurden wir alle dafür bestraft und durften etliche Liegestütze machen. Alle außer ihm selbst. Während uns der Schweiß aus allen Poren lief, saß er vor uns und schaute zu. Wir sollten ihn anschauen und ihm unseren Dank sagen. Das taten wir. Er war mehmals Aggressionen ausgesetzt und ich habe manchmal auch mitgemacht. Damals fand ich das gerecht. Er war für uns die Schande der Abteilung.

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Abstimmung in der UNO-Generalversammlung widerspiegelt Umschwung der öffentlichen Meinung in Syrien

antikrieg.com  |  Franklin Lamb  |  Homs, SYRIEN – Es ist nicht schwer, im Regierungsbezirk von Homs oder in Syriens anderen dreizehn Regierungsbezirken Kritiker der Regierung Assad zu finden, laut syrischen Analysten, die ich interviewen konnte, sowie laut Berichten von Menschenrechtsgruppen und Anwälten, die Dissidenten in Syrien vertreten. Wie auch immer – nach fast 27 Monaten der Unruhen schwingt das Pendel der öffentlichen Meinung sichtlich zurück in Richtung Unterstützung der derzeitigen Regierung.

In der vergangenen Woche wurde ein politisches Ergebnis erkennbar bei den Vereinten Nationen, wo ein von den Vereinigten Staaten von Amerika, Qatar und Saudiarabien eingebrachter Resolutionsantrag an die Generalversammlung, der den Druck auf die Regierung Assad erhöhen sollte, Schiffbruch erlitt und bei weitem nicht das erreichte, was der saudische Botschafter bei den Vereinten Nationen und andere Alliierte der Vereinigten Staaten von Amerika als überwiegende Zustimmung vorhergesagt hatten.

Im Lauf der letzten vier oder fünf Monate wurde zunehmend klar, dass die öffentliche Meinung in Syrien eine andere Richtung nimmt, aus Gründen, die das Folgende mit einschließen, aber nicht nur.

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Oktoberfest-Anschlag: Geheimdienste?

julius-hensel.com  |  Skrupellose Geheimagenten als eiskalte Killer, geheime Sprengstofflager und blutige Anschläge im Auftrag der Nato, viele unschuldige Tote und Verletzte – die Anschuldigungen des Duisburger Historikers Andreas Kramer sind ungeheuerlich. Der 49-Jährige macht westliche Geheimdienste unter anderem für das Attentat auf das Münchner Oktoberfest 1980 mit 13 Toten verantwortlich: Einer der Drahtzieher sei sein Vater gewesen, ein Agent des Bundesnachrichtendienstes (BND). Muss der Fall komplett neu aufgerollt werden? Oder ist Kramer nur ein geltungssüchtiger Hochstapler?

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Nach jeder Katastrophe das gleiche zynische Spiel

sueddeutsche.de | Aufgereihte Leichen, verzweifelte Mütter, Gewerkschafterinnen, die in den Trümmern Labels fotografieren - und nach jedem Unglück reden sich die Textilunternehmen raus. Und auch wenn jetzt endlich Kik, H&M und Co. ein Abkommen unterzeichnen: Solange nicht weltweit Standards und Mindestlöhne gelten, werden wir immer wieder Leichen zählen.
Das Gute ist: Es tut sich etwas. Das Todtraurige ist: Es mussten erst 1100 Menschen sterben, es mussten erst grauenhafte Bilder von aufgereihten Leichen um die Welt gehen, es mussten erst Mütter mit den Fotos ihrer toten Kinder in die Kameras schreien, bis sich eine zynische Industrie dazu durchringen konnte, an den Zuständen etwas zu ändern.
Jetzt unterschreiben immer mehr Unternehmen jenes Abkommen für Gebäudesicherheit und Brandschutz, das sie jahrelang abgelehnt haben. Firmen wie Kik, Primark, Otto, Aldi, Lidl, Zara, Benetton, H&M haben plötzlich verstanden, dass es so nicht weitergehen kann. Aber haben sie das wirklich, oder reagieren sie nur auf den Druck der Öffentlichkeit, auf die Empörung der Käufer, die nicht mehr wissen, was sie noch kaufen können, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben?

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Israel droht mit weiteren Angriffen gegen Syrien und warnt Syrien, sich dagegen zu wehren

antikrieg.com | Israelische Regierungsvertreter gaben heute eine bizarre Stellungnahme heraus bezüglich ihrer Absichten, Syrien in nächster Zukunft anzugreifen, wobei sie den syrischen Präsidenten Bashar Assad ermahnten, das zu akzeptieren und besser nichts dagegen zu unternehmen.
Diese von einem namentlich nicht genannten „höheren” Regierungsvertreter abgegebene Stellungnahme besagte, dass Israel entschlossen sei, seine Angriffe fortzusetzen, und falls Assad es wage, gegen einen der Angriffe zurückzuschlagen, „er den Verlust seines Regimes riskiere, da Israel zurückschlagen werde.“

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Bilderberger-Mafiosi treffen sich 2013 in Watson, Hertfordshire

Politaia.org | Hertfordshire ist eine Grafschaft in England, nördlich von London gelegen. Der Leitspruch der Grafschaft ist Trust and Fear Not (Vertraue und fürchte nichts). Wenn sich die Bürger der Grafschaft auch sonst vor nichts fürchten, bei den Bilderbergern sollten sie eine Ausnahme machen. Jedenfalls dürfen die Steuerzahler der Grafschaft dieses Jahr schon einmal die Kosten für eine große Polizeioperation übernehmen, um den berüchtigten Gipfel von “Weltführern” zu schützen, der im nächsten Monat in Watford stattfindet.

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