We Are Change Switzerland - Medien heizen den syrischen Konflikt an

   Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation, und es interessiert mich nicht mehr, wer dessen Gesetze macht. - Mayer Anselm Rothschild

Medien heizen den syrischen Konflikt an

hintergrund.de  |  Die Medienberichterstattung der vergangenen Tage und Wochen lieferte erneut eine Fülle von Beispielen für die Dämonisierung des syrischen Staatsoberhauptes Baschar al-Assad. In moralischen Kategorien wurde der schwelende Bürgerkrieg als ein Kampf zwischen „Gut“ und „Böse“ dargestellt. Diese Art des Journalismus löst nicht nur sukzessive die Grenzen zwischen objektiver Berichterstattung und blinder Parteinahme auf. Vielmehr greift er selbst zur Waffe: Einer der effektivsten, die der moderne Krieg bereithält – der Propaganda.

So titelte zum Beispiel die Welt mit Bezug auf ein Interview, das der syrische Präsident nach dem Abschuss eines türkischen Kampfflugzeuges durch die syrische Armee der türkischen Zeitung Cumhuriyet gegeben hatte: „Assad provoziert Ärger“. (1) Tatsächlich war Assad in dem Gespräch um Schadensbegrenzung bemüht und versicherte, er bedauere den Einsatz der Luftabwehr. Er werde nicht zulassen, dass die Spannungen zwischen der Türkei und Syrien zu einem offenen Krieg führen, der beiden Seiten nur schaden würde. Er betonte, es gebe keinen Streit zwischen den Völkern der beiden Länder, sondern nur zwischen deren Regierungen.

„Wir haben erst nach dem Abschuss erfahren, dass es (das Flugzeug, Anm. Red.) zur Türkei gehörte. Hundertprozentig sage ich: ‚Hätten wir es nur nicht abgeschossen‘“, zitierte das türkische Blatt den syrischen Machthaber. Das syrische Radarsystem hätte die türkische F4-Phantom nicht erfasst, da diese zu niedrig geflogen sei. Sie habe zudem einen Korridor benutzt, über den bereits mehrfach israelische Flugzeuge in den syrischen Luftraum eingedrungen seien, führte Assad zur Begründung an.

weiterlesen auf hintergrund.de


weitere Artikel/Berichte zum Thema:
Die Propagandamaschine des Pentagon dreht auf Hochtouren
Kony 2012 – ein gelungenes Propagandavideo oder ein Hilferuf eines Ugandischen Jungen?
Snoopys* Wort zum Sonntag. Heute: Kriegspropaganda
19 französische Agenten in Syrien in Haft
Christoph Hörstel: "Zuerst fällt Syrien und dann kommt der Iran"
Das neue libysche Regime schickt Kämpfer nach Syrien