Snoopys* Wort zum Sonntag. Thema heute: Pussy Riots!
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- Kategorie: Politik International
- Veröffentlicht am Montag, 20 August 2012 19:11
- Geschrieben von fab
Als Hund gehe ich nicht auf Konzerte. So war ich gestern auch nicht bei dieser Madoma, die gestern im Letzi aufgetreten ist. Die alte Synthi-Tante hat sich ja auch für die verurteilten Riot-Girls eingesetzt – wie mutig. Sie sollte dafür einen Friedensnobelpreis bekommen, genauso wie Barack Obama, der sich ja auch enttäuscht über das Urteil zeigte. Der US-Präsident habe „ernsthafte Bedenken wegen der Art und Weise, mit der diese jungen Frauen von dem russischen Justizsystem behandelt worden sind“. Das ist übrigens derselbe Mann, der in Guantanamo immer noch Dutzende von unschuldiger Männer ohne Anklage und Gerichtsurteil gefangen hält - und foltern lässt.
Nicht, dass Sie jetzt denken, ich sei mit der Verurteilung der Pussy Riot einverstanden, aber es gibt auf der Welt sehr viele, sehr ungerechte Gerichtsurteile, um die sich niemand einen Dreck schert. Nur, weil es sich bei den Verurteilten um gutaussehende Frauen handelt, die vom bösen russischen Bären missbraucht werden, verschwenden viele Promis ihr Engagement. Warum macht Madonna mit ihrer Berühmtheit nicht auf andere Ungerechtigkeiten auf dieser Welt aufmerksam? Schliesslich hat die Pop-Oma mit den Pussy Riots soviel gemeinsam wie Ueli Maurer: Nichts. Weder Musikrichtung, noch Land, noch politische Ausrichtung, ja nicht mal dieselbe Generation. Madonna versucht sich also lediglich auf dem Buckel der Verurteilten ein junges, rebellisches Image zu bewahren, während Politiker ihre geheuchelte, gütige Grundhaltung zum Ausdruck bringen können. Wie billig, wie scheinheilig, wie zum kotzen.

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